Hinweis: Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

Serien

Der neue/alte Trend - E-Fahrzeuge

Im Jahr 1991 zog meine Familie und ich in ein Haus. Dieses Haus wurde 1971 in einer Siedlung gebaut, die für diese Zeit sehr Zukunftsweisend war. Die Siedlung wurde als 1961 in einem Städtebauwettbewerb durch die extra gegründete Entwicklungsgesellschaft ausgeschrieben. Es gab viele Besonderheiten, die in diesem Projekt umgesetzt worden. Unteranderem wurde in diese Siedlung die Vorgabe erteilt, dass nur elektrische Nachtspeicherheizungen in allen, in der Siedlung konzipierten Gebäuden eingesetzt werden durften. Kamine, Kohle-, Holz-, Gas- und Ölheizungen durften aus Umweltschutzgründen nicht verwendet werden. Ein Konzept, dass zu dieser Zeit sehr Zukunftsweisend war. Die Luftverschmutzung war zwar zu dieser Zeit im nördlichen Ruhgebiet noch nicht so schlimm, aber ein Grund für diese Vorgabe.

Die Entwicklung der Heizungstechnik hat sich in den letzten Jahren technisch sehr weit entwickelt. Doch die elektrische Nachtspeicher Heizungssysteme haben nicht die gleichen Fortschritte gemacht.

Heute sind die Vorschriften in der Siedlung angepasst worden und wieder alle Heizungsarten erlaubt. Für die Besitzer der alten Häuser ist die Umstellung auf ein anderes Heizsystem eine große Herausforderung. Es gibt für diese anderen Systeme kaum Räume um diese Heizungen zu installieren. Die Kostenvorteile die es einem am Anfang erleichtert hat, die Heizungsanlage zu betreiben, wurden in den letzten Jahren abgebaut. Die Kosten für den Strom, bzw. die Regelung über Bereitstellung von Nachtstrom wurden aufgehoben. Damit waren die Heizungen nicht mehr rentabel. Die gesamte Technik hat sich in den Jahren verändert und die Entwicklung bei den Kohle-, Holz-, Gas- und Ölheizungen hat weiterhin eine Zukunft, weil hier die Hersteller die Entwicklung nicht eingestellt, sondern Möglichkeiten geschaffen haben, bessere und effiziente Verfahren für die Verbrennungen der Einsatzstoffe zu schaffen. Die Entwicklung der Nachtspeichertechnik hat sich nicht in diesem Masse entwickelt.

In meinen Vorstellungen sind vorschnelle, vorgeschriebene Techniken eine Gefahr für die Weiterentwicklung der Verfahren. Wir währen heute in der Heizungstechnik noch lange nicht soweit, wenn damals die in dieser Siedlung vorgeschrieben Technik in ganz Deutschland als Vorschrift umgesetzt worden, was wäre mit der Entwicklung der Heizungstechnik geschehen.

Nun sind wir auf einem neuen Weg in die Zukunft der E-Autos, die ersten Entwicklungsschritte habe ich bei der Entwicklung von Zubehör für diese Technik, in einem Unternehmen miterlebt. Dies war vor ca. 6 Jahren, die damals geplanten Stückzahlen pro Jahr utopisch und es sind nicht einmal die geplanten Abrufe für einen Monat an Autos hergestellt worden. Die Argumentation E-Autos würden die Umwelt schonen, ist zu einem kleinen gerad war, aber ich bin überzeugt, dass bei einer verantwortungsvollen Weiterentwicklung aller Techniken, eine bessere Lösung gefunden wird, als der globale, vorgeschriebene Umstieg auf eine noch nicht ausgereifte und nicht handelbare Zukunftstechnik.

Heute wird aufgrund einer Unternehmensgruppe, die aus Profitsucht, nicht die Zeit genutzt um zu entwickeln, sondern mit sich mit Betrug einen Vorteil im Markt verschafft hat, eine Technologie verteufelt. Das Schlimme daran, andere Hersteller haben zu einem späteren Zeitraum eine besser entwickelte Technologie herausgebracht und das ohne zu schummeln. Das dafür die betrogenen Kunden vom Hersteller nicht entschädigt werden, ist eine andere Geschichte und wird in einem anderen Artikel behandelt.

Zurück zur den Plänen der Hersteller und der Politik. Andere Gruppen werden für diese Kampagne benutzt, dabei sind deren Argumente noch die Schlüssigsten!! Denn es werden die Anfänge des Skandals in Amerika ein klein wenig verändert. Nicht nur die Dieselfahrzeuge sind manipuliert worden, nein auch die Fahrzeuge mit Benzinmotor haben nicht den Herstellerangaben entsprochen. Davon wird aber heute nicht mehr gesprochen.

Das es in Deutschland nicht möglich ist Automobilhersteller für einen Betrug am Kunden haftbar zu machen, ist schon merkwürdig. Doch noch merkwürdiger ist, dass es die Möglichkeit gibt die Hersteller für Ihre falschen Angaben und den damit verbundenen Kursverlust an der Börse, zu verklagen. Komischerweise sind mit die ersten, einige Bundesländer, deren Finanzminister Steuergelder an der Börse anlegen. Nun reagiert auch die Lobby und die Hersteller schafft es in wenigen Wochen den größten Teil ihrer Werbung auf den neuen Trend „E-Autos“ umzustellen. Die Politik gibt die Grundlage, in Form von Vorschlägen für Gesetzentwürfen, diese liefern den Herstellern eine Steilvorlage für die Möglichkeit viele, viele E-Autos zu produzieren. Denn es müssten dann alle Autos mit Verbrennungsmotoren in einigen Jahren vom Markt verschwinden. Genauso wie bei den Umweltzonen, werden die Vorreiter wieder die Gebiete sein in denen die Hersteller ihre Standorte haben. Dies zeigt sich schon bei dem Vorstoß, die blaue Plakette einzuführen. Dies wird in den Ländern mit einer starken Automobilhersteller Präsens ins Spiel gebracht.

Es muss etwas getan werden für unsere Umwelt, das ist ganz klar. Dennoch sollte man nicht nur einen Weg (vorgeben) gehen um an das Ziel zu kommen.

Ich habe mir zu dem Thema „E-Auto“ einige Gedanken gemacht. Dabei sind mir die folgenden Fragen gekommen.

Was kostet, wenn alle Fahrzeuge mit E-Antrieb fahren, die kWh Strom für das Laden der Batterien?
Dies ist auch damit verbunden, dass heute von jedem Liter Kraftstoff, ein großer Anteil als Steuer auf den Produktpreis gerechnet werden. Wie sollen diese Ausfälle für den Staat aufgefangen werden? Der Verbrauch der heutigen Fahrzeuge liegt zwischen ca. 12 und ca. 18 kWh/100 km, daran wird sich sicherlich noch etwas ändern! Bleibt es bei den jetzigen kWh Preis von ca. 0,21 bis 0,26 €/kWh ohne Zusatzkosten für Zähler und andere verbrauchsunabhängig Kosten? Es wird dann wohl nicht mehr überall kostenfreie Zapfstellen geben! Es wird ja auch schon an einem Gesetzentwurf gearbeitet, in dem Neubauten ab einem gewissen Datum nur noch mit einer Ladestation für „E-Autos“ ausgerüstet werden müssen um eine Baugenehmigung zu bekommen. Dies löst aber nicht das Problem, dass die jetzigen und auch künftigen „Laternenparker“ bekommen werden. Ich stelle mir die Situation in verschiedenen Großstädten vor, zu jeder Parkfläche gehört eine Ladestation und zu jedem Auto führt, von dieser Ladestation zum Fahrzeug ein Kabel. Diese Ladestationen müssen gewartet werden, diese Folgekosten und die Kosten für die Installation müssen von irgendjemandem getragen werden. Wie weit sich der Stromverbrauch dann erhöhen wird lässt sich sicher genauer ausrechnen. Hier eine grobe Schätzung.

Annahme:

1 Fahrzeug
1200 km / Monat
16,0 kWh/ 100 km
ergibt 192 kWh im Monat für ein Fahrzeug.

Bei 100000 Fahrzeugen sind das ca. 19200000 kWh im Monat als zusätzlicher Stromverbrauch, durch die E-Fahrzeuge. Es werden dann, aber sehr viel mehr Fahrzeuge als hier angenommen, Strom verbrauchen. Ist diese Kapazität vorhanden und mit welchen Verfahren wird dieser Strom dann erzeugt.

Haben wir für dieses Projekt genug Rohstoffe für die benötigten Komponenten die diese Technologie benötigt. Ist genug Kupfer, als Hauptbestandteil der Ladekabel vorhanden. Diese werden nicht nur für die Verbindung der Ladestationen, sondern auch für die Verbindung von der Ladestation zum Fahrzeug benötigt?

Haben wir genug Rohstoffe für die Stromspeichereinheiten im Fahrzeug?

Wie umweltfreundlich ist die Herstellung der Stromspeichereinheit und deren Entsorgung?

Das sind einige der Aspekte die mir zur Technologie eingefallen sind. Es gibt aber auch noch die Nutzung der Fahrzeuge. Nehmen wir einige Beispiele aus der heutigen Zeit und übertragen diese in die Zukunft.

Beispiel 1

Annahme:

Ein Arbeitnehmer benutzt sein Fahrzeug jeden Tag für die Fahr zur Arbeit. Der Arbeitsplatz liegt ca. 60 km vom Wohnort entfernt. Am Wochenende wird das Fahrzeug ca. 160 km bewegt. In der Woche fallen noch 180 km an kurzen Fahrten zum Einkaufen und anderer Aktivitäten an. So kommen in einer Woche ca. 640 km zusammen.

Heute würde es reichen einmal in der Woche zu tanken. Dieser reine Tankvorgang dauert dann ca. 10 Minuten.
In der Zukunft werden wir das Fahrzeug nach dem jetzigen Stand ca. 1,5 mal geladen werden müssen. Dabei ist das Fahrzeug auf jeden Fall mehr ca. 15 Minuten für das Aufladen an der Ladestation. Es ist nicht möglich kurzfristig eine Fahrt von mehr als 500 km zu starten.

Beispiel 2

Annahme:

Eine Familie möchte von Flensburg nach München in Urlaub fahren. Eine Strecke von ca. 950 km. Nach heutigen Herstellerangaben können viele Fahrzeuge diese Strecke schon ohne einen Tankstopp bewältigen.

Die Zukunft wird zeigen ob wir dann für diese Reise etwas Länger benötigen. Denn nach jetzigen Vorstellungen wird es bei zwei Ladepausen einiges an Pausenzeiten geben. Eine Zeit für die Entschleunigung!!!

Diese Beispiele könnten noch mit viele Berufsgruppen und Situationen ergänzt werden. Wie sich das für den Frachtverkehr darstellt ist für mich noch nicht ersichtlich.

Wir werden noch viele kleine und große Herausforderungen meistern müssen um diesen von den Politikern am grünen Tisch beschlossenen Zeitrahmen erfüllen zu können.
Es gab schon einmal eine Vorgabe vom grünen Tisch, diese war dann aber mit einiger Verzögerung aber in einer superschnellen Umsetzungszeit fertiggestellt.

Da gibt es auch Projekte die etwas Länger dauern.

In den letzten Tagen habe ich einen Bericht im Fernsehen gesehen. Dabei ging es um die Transportschiffart über die großen Teiche. In dem Bericht wurde gezeigt mit welchem Kraftstoff diese Ozeanriesen unsere Weltmeere befahren und wie viel Abgase mit einem Schiff produziert werden. Es war im Vergleich zu den jetzigen Kraftfahrzeugen ein Vielfaches pro Tonne. Hier ein Bild aus einem Beitrag:

Diese Werte werden auf den Weltmeeren erzeugt und mit dem Wind weltweit verteilt.

Es sind hier Vergleichswerte für eine Tonne verbranntem Treibstoff. Ein Schiff auf den Weltmeeren verbraucht einige hundert Tonnen Schweröl an einem Tag.

Ein Punkt in einer langen Liste von Maßnahmen für die Verbesserung unserer Lebensbedingungen.

Für mich ist es wichtig die Gesamtheit der Verursacher zu betrachten und eine ganzheitliche realisierbare Lösung zu erarbeiten. Dazu müssen viele Dinge betrachtet werden. Dies ist nicht schwer, wenn man neben der Wirtschaftlichkeit auch die Umwelt im Auge behält. Dazu gibt es auch heute schon Beispiele, die zeigen das es auch ohne Betrug möglich ist Umweltschonende Fahrzeug herzustellen. Dies dauert zwar länger, hilft uns aber allen eine saubere Umwelt zu bekommen.

Neue Techniken, wie zum Beispiel eine Veränderung der Kupplung, durch neue Innovationen ist es möglich die vorhandene Energie zu nutzen und Kraftstoff zu sparen.

Der Feinstaub wird auch durch den Reifenabrieb und andere Faktoren erzeugt. Es müssten alle Komponenten auch die Herstellungsverfahren auf Ihre Umweltbelastung geprüft werden. Jeder Geschäftsführer und jeder Mitarbeiter immer auch an umweltfreundliche Herstellungsverfahren denken.

Viele Unternehmen beschäftigen sich mit neuen Ideen die uns ganzheitlich betrachtet weiterbringen als schnelle wirtschaftliche Lösungen, die mehr Profit in die Finanzmärkte bringt.

Alles wird gut – wir müssen nur die Augen aufmachen und offen für neues sein.