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Eine teure Erfahrung für viele Unternehmen

Eine teure Erfahrung für viele Unternehmen

Es ist schon lange eine Selbstverständlichkeit, dass bei Mitarbeitern die im Büro arbeiten, PC-Kenntnisse erforderlich sind. Doch welche Kenntnisse sind wirklich vorhanden? Gibt es Standards oder ist die Aussage nicht wirklich aussagefähig. Welche Kenntnisse sind notwendig um in einem Unternehmen arbeiten zu können. Die Erwartungen können von den für die Einstellung verantwortlichen selten definiert werden. Diese Anforderungen sind auch für die neuen und alten Mitarbeiter nicht wirklich greifbar. Also ist die Anforderung in jeder Ausschreibung nicht verständlich. Eigene Erfahrungen haben gezeigt, dass jeder seine Anforderungen nach subjektiven Gesichtspunkten einschätzt. Diese Einschätzungen unterliegen bei zwei Personen nie auf einer objektiven Linie. Die Unterschiede sind den unterschiedlichen Erfahrungen in verschiedenen Arbeitsumgebungen geschuldet. Als Beispiel kann ich auf meine erste Zeit in der IT-Branche zurückgreifen. Bei dem Beginn meiner ersten Schulung, wurden alle Teilnehmer um eine Selbsteinschätzung gebeten. Am Ende der Schulung wurde über diese Einschätzung gesprochen und da sich die Teilnehmer nun kannten konnte in der Gruppe nun eine neue relativ gute Selbsteinschätzung von jedem gefunden werden. Ich konnte feststellen, dass die Arbeitsumgebung für die Selbsteinschätzung verantwortlich ist.

Wie kann ein Unternehmen für die Mitarbeiter eine Anforderung in einer Ausschreibung beschreiben und einem Einstellungsgespräch erkennen? Die einfache Antwort ist hier: Gar nicht!

Doch hier gibt es noch eine kleine Schwachstelle. Viele Unternehmen haben noch nicht die Abhängigkeit der Unternehmen von der IT erkannt. In meinen Schulungen konnte ich immer die Teilnehmer von einer alten Pressemitteilung berichten. In dieser Mitteilung wurde berichtet, wielange eine Bank nach einem IT-Ausfall noch eine Überlebenschance hatte. Damals konnten Banken nur maximal 3 Tage mit einem IT-Ausfall überleben. Diese Zahlen stimmen schon lange nicht mehr, heute hat sich das Thema auf viele Branchen ausgeweitet, die auch in der Existenz bedroht werden, wenn das IT System über einen längeren Zeitraum ausfällt.

Doch trotz der Bedrohung ändern viele Unternehmen Ihre Handlungsweise bei IT-Themen nicht. Selbst die Bundesregierung schafft es nicht eine höhere Priorität der IT-Sicherheit einzuräumen.

Es muss ein Umdenken erfolgen! Die IT ist ein sehr schnell veränderbarer Bereich. Ich habe 1996 die Ausbildung von Administratoren für MS-Server begonnen. Die Grundlagen habe ich von den Anfängen an gelernt und auch meinen Teilnehmern weitergegeben. Diese Themen habe ich bis 2013 bearbeitet und die gute Basis hat mir die Arbeit auf dem Laufenden zu beleiben, erleichtert. Selbst heute kann ich noch viele Auskünfte geben.

Doch 17 Jahre habe ich jedes Jahr mehrere Tausend DM oder später Euro investiert um für meine Kunden auf dem Laufenden zu beleiben. Diese Weiterbildung war notwendig um die Veränderungen theoretisch und praktisch zu erarbeiten.

Eine gute Qualität hat auch einen Preis. Dies sollte einem auch das eigene Unternehmen wert sein.

Die IT ist in sehr vielen Unternehmen ein Stiefkind und wird mit Mitarbeitern besetzt, die nicht die entsprechende Ausbildung haben. Die fehlende Ausbildung kann zu Ausfällen und schwerwiegenden Fehlern führen. Auch der Einsatz von nicht Professionellen externen Kräften kann eine kontinuierliche Überwachung eines IT-Netzwerkes gewährleisten. Es gibt heute genügend Möglichkeiten, die eigenen Mitarbeiter bei einem zertifizierten Trainingszentrum ausbilden zu lassen. Diese Ausbildung kann mit einer Prüfung abgeschlossen und auch belegt werden.

Entsprechende Kurse werden von allen Herstellern in zertifizierten Unternehmen und von entsprechenden geschulten Mitarbeitern angeboten. Die Prüfungen werden von, vom Hersteller beauftragten Unternehmen, erstellt und angeboten.

Von 1999 bis 2002 habe ich selbst die entsprechenden Kurse von Microsoft als von Microsoft zertifizierter Trainer abzuhalten und auch die Lizenz für die Abnahme der Prüfungen besessen.

Viele Kurse habe ich auch in verschiedenen Bildungsunternehmen nach den Regeln und mit den Unterlagen von Microsoft abgehalten.

Die meisten Teilnehmer waren nach der Ausbildung in der Lage ein Netzwerk sicher zu verwalten. Leider habe ich noch viel zu wenige Administratoren ausgebildet.

Die in den letzten Jahren gesammelten Erfahrungen, lassen mich in manchen Unternehmen erschaudern. Das ist nicht auf eine Betriebsgröße begrenzt. In Unternehmen mit über 800 Mitarbeitern ist mir dies auch untergekommen, dies hat mich besonders beunruhigt. Da die Projektkosten bei der Änderung eines Softwareproduktes um mehrere hundert Prozent überzogen worden sind. Das Unternehmen hatte zwar ausgebildete Mitarbeiter, aber die für das Netzwerk und der installierten Softwareprodukte notwendige Dokumentation fehlte. Die Verbindung zu den im Unternehmen gelebten Prozessen war nicht vorhanden, bzw. fehlerhaft.

In Unternehmen mit bis zu 200 Mitarbeitern ist in vielen Fällen ein externer Dienstleister für die IT zuständig. Bei vielen diesen Dienstleitern gibt es gut ausgebildete Mitarbeiter, es gibt aber auch Unternehmen, die über keine qualifizierte Mitarbeiter verfügen. Hier ist Vorsicht geboten, denn die Schäden sind nicht sofort sondern erst im Laufe der Zeit erkennbar. Ich habe ein Netzwerk übernommen, bei dem ich diese Erfahrung gemacht habe. Das betroffen Unternehmen hatte sehr viel Glück, wie sich einige Tage nach der Übergabe herausstellte. Der Dienstleister hatte 3 Monate lang keine Datensicherung angelegt. Bei einem Datenverlust, wären die Daten unwiederbringlich verloren gewesen. Dies hätte das Unternehmen die gesamten Kundenkontakte und Konstruktionspläne aller Produkte gebracht. Die Warenwirtschaft wurde auf einem anderen System, das dieser Dienstleister nicht betreute gehostet. Ein kleiner Trost den dieses Unternehmen gehabt hätte! Die Geschäftsbeziehung zwischen der Geschäftsführung und dem Dienstleister begann auf einer privaten Ebene und endete einige Zeit nach dem Beginn meiner Arbeit.

In kleinen Unternehmen sind Administratoren die Seltenheit. Wobei ich auch Unternehmen kenne die einen wirklich guten Administrator eingestellt haben oder als Dienstleister beschäftigen. Die letzten Gespräche, die ich mit Unternehmern geführt habe, sind erschreckend. Kaum einer der Unternehmer ist sich der Gefahr bewusst, in der sein Unternehmen schwebt, wenn das IT-Netzwerk nicht vernünftig gewartet wird.

Die verschiedenen Rückmeldungen die ich zwischendurch erhalte sind erschreckend. Eine Kunden für den ich eine kleine Dienstleistung erbracht habe, konnte mir Unterlagen nicht zusenden, weil das Netzwerk nach einem Virenbefall für zwei Tage nicht zur Verfügung stand. Das Unternehmen konnte 2 Tage keine Rechnungen, Lieferscheine und Produktionsaufträge erstellen. Der Schaden war hoch, aber noch nicht hoch genug um die Existenz des Unternehmens zu bedrohen. Durch die schnelle Rücksicherung konnte der Dienstleisters schlimmeres Verhindern. Doch leider ist der Virenbefall erst zwei Tage zu spät erkannt worden. Die Daten der zwei Tage sind verloren und müssen durch Recherchen ermittelt und neue eingegeben werden.

Leider gibt es aber auch Fälle bei denen diese Datensicherung fehlt und das System nicht mehr zu Retten. Dies bedeutet, dass System muss neu Aufgesetzt werden und alle Netzwerkeinstellungen müssen neu eingerichtet werden. Dies kann das Aus für ein Unternehmen bedeuten. Da wird Geld am verkehrten Ende gespart. Ein ausgebildeter Administrator hätte hier sicherlich für die notwendigen Sicherungen gesorgt.